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10.07.2017 13:47
Von: Bürgermeister Roland Pohlenz

Rede des Bürgermeisters zur Festveranstaltung

anlässlich der Ersterwähnung Bockwitz vor 750 Jahren


Sehr geehrter Herr Landrat,
sehr geehrte Damen und Herren,
werte Gäste,

ich freue mich, Sie alle zum dritten Stadtfest im Schlosspark Lauchhammer-West begrüßen zu können. Danke, dass Sie unserer Einladung Folge geleistet haben. Diesmal soll unser Stadtfest auch daran erinnern, dass es bereits 750 Jahre her ist, dass der heutige Ortsteil Lauchhammer-Mitte, das ehemalige Bockwitz, erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Natürlich liegt der Zeitraum ersten menschlichen Ursprungs in unserem heutigen Stadtgebiet noch weit länger zurück. Bis etwa 1.500 v. u. Z. war unsere Region unbewohnt. Danach belegen einige archäologische Funde den Beginn zaghafter Besiedlungsansätze. Erst ab 800 vor Christi verdichten sich die Beweise, dass erste Siedlungsstrukturen entstanden sind. Die hier lebenden Völkerstämme waren zunächst Illyrer, verdrängt von einwandernden Germanen, die dann im Zuge der Völkerwanderung wiederum durch Volksstämme ersetzt wurden, die wir heute unter den Begriffen Slawen, Wenden und Sorben kennen.

Diese Urgeschichte geht bis etwa 900 nach Christi Geburt. Ab dann gibt es erste schriftliche Quellen über die Lausitz. Und so kam es, dass die erste Urkunde von Bockwitz im Kloster Dobrilugk (heute Doberlug) geschrieben wurde, da in Klöstern gelehrte Mönche  Schriftstücke zu dieser Zeit anfertigten. Die Schenkungsurkunde, Bockwitz betreffend, ist auf den 28.11.1267 datiert. Der Anfang war gemacht. Andere waren schon weiter. So erhielten z. B. Bolzenburg an der Elbe, Radolfzell am Bodensee oder Ostrava schon 1267 das Stadtrecht.

Wahrscheinlich war die erste slawische Ansiedlung in Bockwitz noch als Rundling ausgebildet, der den heutigen Standort unserer Nikolaikirche in Lauchhammer-Mitte als Kultplatz umschloss. Später bildete sich der heute noch erkennbare Dorfanger heraus.

Näheres dazu können Sie gern in dem anlässlich des Stadtfestes 2017 erschienenen neuen Buch „Lauchhammer – Auf den Spuren der Geschichte“ nachlesen, worauf ich später noch einmal eingehen werde.

Lassen Sie uns einen zeitlichen Sprung nach vorn machen, und blicken wir auf das Jahr 1726, die Inbetriebnahme des ersten Hochofens zur Gewinnung von Eisen durch Freifrau Benedicta Margareta von Löwendal hier in Lauchhammer. Dieses Ereignis liegt fast 300 Jahre zurück und ist zugleich der Beginn der Industrialisierung in unserer näheren Region und der Stadt. Das wiederum beeinflusste auch entscheidend die weitere Entwicklung von Lauchhammer als Ganzes, aber auch des damaligen Dorfes Bockwitz.

Noch heute können wir uns über denkmalgeschützte Gebäude aus dieser Zeit freuen, wie das 1733 entstandene Pfarrhaus am Dietrich-Heßmer-Platz oder die erst vor kurzem grundhaft sanierte sogenannte Alte Schäferei, wo heute ein Fachgeschäft rund um die Imkerei zu finden ist.

Weitere Bauerngehöfte, überwiegend typisch als 3- oder 4-Seiten-Höfe, bildeten sich mit den Jahren am Dorfanger aus.

Im Zuge der weiteren Industrialisierung, die ab 1789, wo die erste Braunkohle am heutigen Butterberg in unmittelbarer Nachbarschaft zum damaligen Bockwitz gefunden wurde, entstand nach und nach eine weiträumigere Siedlungsstruktur entlang der inzwischen aus Bockwitz herausführenden Handelswege in die Region.

Zum Ende des 19. bis hinein in das 20. Jahrhundert entstanden in Bockwitz weitere neue Massivbauhäuser, und ältere Gebäude wurden erneuert oder vergrößert. Die Gemeinde Bockwitz wuchs mit der Entwicklung des Bergbaus parallel mit. Die beiden Weltkriege brachten zwar eine vorübergehende Stagnation in der baulichen Entwicklung mit sich, aber mit Beginn der weiteren großtechnisch angelegten Braunkohlenveredlung mit der Großkokerei Lauchhammer und der damit verbundenen Verleihung des Stadtrechts an den Gemeindeverbund Lauchhammer erfolgte ein Quantensprung in der weiteren städtischen Entwicklung auch und gerade im heutigen Lauchhammer-Mitte. Gleich drei Neubauquartiere, die Neustädte I bis III, entstanden. Dabei waren alle für einen Siedlungsraum notwendigen  und stadttypischen Infrastrukturelemente mit entwickelt worden.

Noch heute sind diese Strukturen in großen Teilen vorhanden. Sie sind aber zugleich eine große Herausforderung für uns bei der weiteren Entwicklung der Stadt geworden.

Nach der Wende brach über Nacht eine einseitig durch Braunkohlenveredlung und dem Schwermaschinenbau geprägte Industrielandschaft schlagartig weg. Die Menschen verloren ihre Arbeit, und viele mussten sich – weg von der Heimat – eine neue Existenz aufbauen. Dies hatte und hat auch heute noch, mehr als 25 Jahre danach, gravierende Folgen, deren Beseitigung auch weiterhin eine Mammutaufgabe für alle Akteure darstellt, die unmittelbar oder indirekt mit der Stadt Lauchhammer zu tun haben.

Zum einen muss der abnehmenden Bevölkerungszahl und der immer älter werdenden Bevölkerung – so wie in vielen anderen Lausitzer Gemeinden auch – Rechnung getragen werden. Zum anderen kämpft die Stadt Lauchhammer in besonderem Maße auch mit den Folgen des Grundwasserwiederanstiegs in und um das heutige Stadtgebiet gemeinsam mit der LMBV.

Trotz der manchmal in der Vergangenheit aufgekommenen Resignation angesichts der genannten Schwierigkeiten hat die Stadt nie den Mut verloren, sich den Herausforderungen zu stellen. Besonders in den letzten Jahren hat sich das beharrliche Festhalten an Entwicklungsziele, die an der einen oder anderen Stelle auch korrigiert werden mussten, ausgezahlt.

Die Überwindung der Insolvenz einer großen kommunalen Wohnungsgesellschaft und die damit verbundene Möglichkeit der Wiederaufnahme in das Stadtumbauprogramm des Landes Brandenburg waren Grundpfeiler, um eine neue in die Zukunft gerichtete Stadtpolitik betreiben zu können. Zugleich konnte die Stadt durch solide Haushaltsführung unter Beweis stellen, dass trotz schwieriger Einnahmesituationen gestellte Ziele dennoch erreichbar sind. Diese Ziele wurden in den letzten Jahren durch die Erstellung eines neuen INSEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept), durch die Entwicklung eines Stadtumbaukonzeptes und durch die Festschreibung eines Integrierten Entwicklungskonzeptes untermauert.

Gerade diese drei Entwicklungskonzepte, die in der Öffentlichkeit diskutiert und schlussendlich mit den Stadtverordneten gemeinsam beschlossen wurden, sind richtungsweisend für die vor uns liegenden Betrachtungszeiträume bis 2030. Auch das jüngst beschlossene Tourismuskonzept stellt eine Festschreibung von Entwicklungszielen dar, die insbesondere die Themen Kunstguss, Biotürme, Schlosspark, Grünewalder Lauch und zukünftig das Kuthteich-Areal abbilden.

Gerade in den letzten Monaten ist uns deutlich geworden, dass das Thema Kunstguss, das Thema Traditionspflege der Braunkohlenindustrie neue Strukturen benötigt und dass im Kern die Verantwortung zukünftig bei der Stadt selbst liegen muss.

Alles in allem ist festzustellen, dass auch und  gerade vor dem Hintergrund, dass Stadtentwicklung wieder sichtbar für alle Bürgerinnen und Bürger aktiv betrieben wird, eine positive Grundstimmung herrscht. Es ist aber auch in der Diskussion mit den Stadtverordneten und der Öffentlichkeit deutlich geworden, dass die Stadt zum einen noch Nachholbedarf im investiven Bereich hat. Zum anderen ist aber auch deutlich geworden, dass die vorhin erwähnten Eckpfeiler beginnen zu greifen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

lassen Sie mich kurz beispielhaft dazu ausführen.

Ein wesentlicher Baustein ist der bereits von mir erwähnte Stadtumbau. Die mit dem Land verabredeten Entwicklungsziele, insbesondere die Neustädte I, II und III betreffend, sind begonnen worden, schrittweise umzusetzen, wenngleich uns bewusst ist, dass die Akteure, insbesondere die Wohnungsgenossenschaften, ebenfalls vor großen Herausforderungen in diesem Zusammenhang stehen.

Dennoch ist in der vergangenen Woche, als Frau Schneider vom Infrastrukturministerium  die Stadt besucht hat, deutlich geworden, dass die Entwicklungsrichtung sinnvoll ist und beibehalten werden muss, trotz aller Schwierigkeiten.

Darüber hinaus werden wir im Rahmen des Stadtumbaus im Innenstadtbereich weitere Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt umsetzen. Hier geht es insbesondere um das Gebäude der ehemaligen Gaststätte „Zur Krone“ als auch um das ehemalige Geschäftshaus in der Wilhelm-Pieck-Straße 1. Auch die diesem Gebäude gegenüberliegende freie Grünfläche, der ehemalige Kaufhallenstandort, steht weiterhin in unserem Blickfeld.

Nebenbei darf ich an dieser Stelle auch erwähnen, dass die Innenstadtsanierung, also der Kernbereich wenn man so will,  im Umfeld um den ehemaligen Anger von Bockwitz in diesem Jahr abgeschlossen wurde. In einem Zeitraum von 1994 bis 2017 wurden mehr als 11 Millionen Euro in diesem Bereich investiert. Sie können sich gern in einem zusammenfassenden Abschlussbericht, der von unserem Sanierungsträger ews vor wenigen Tagen herausgegeben worden ist, dazu umfassend informieren.

Im vergangenen Jahr konnten wir über das Stadtumbauprogramm den Krankenhausweg in Lauchhammer-Ost erneuern. Aktuell sind wir dabei, die Cottbuser Straße zu sanieren und werden die ehemalige Förderschule des Landkreises in eine behindertengerechte moderne Kindereinrichtung umfunktionieren. Diese Maßnahmen sind nur einige Beispiele. In den Jahren 2016 bis 2020 werden wir ca. 8,6 Millionen Euro im Stadtumbau ausgeben, wovon 5 Millionen Euro Förderung durch Land und Bund eingerechnet sind.

Ein weiteres wichtiges und zugleich umfangreiches Aufgabenfeld ist die weitere Entwicklung unserer ländlich geprägten Ortsteile. Alle drei Ortsteile werden moderne, sanierte Ortsteilzentren erhalten. In Grünewalde und Kostebrau sind wir mitten in der Realisierung, in Kleinleipisch stehen wir unmittelbar davor.

Unser Augenmerk richtet sich auch auf den Grünewalder Lauch, wo wir strukturverbessernde Maßnahmen durchführen wollen. Auch die Anschaffung eines Kunstrasenplatzes zur Sportförderung ist im Umsetzungsplan der ländlichen Entwicklung enthalten. Wir werden bis zum Jahr 2020 insgesamt  3,8 Millionen Euro aufwenden, wovon 2,5 Millionen Euro durch die Leader-Förderung begleitet werden.?
Sehr geehrte Damen und Herren,

immer wieder kritisch, wohlwissend, dass es für alle Beteiligten eine große Herausforderung ist, betrachten wir die Aktivitäten der LMBV in der Stadt. Die Komplexität, die sich aus der Besonderheit ergibt, dass wir mitten im Stadtgebiet bergbaulich  belastete Grundwasserwiederanstiegs-Areale haben, die in Teilen nicht standsicher sind, ist eine gewaltige Aufgabe, bei der wir uns 100 %ig auf die LMBV und deren Fachleute verlassen müssen. Wir müssen uns aber auch auf die LMBV dahingehend verlassen, dass eine zeitnahe Umsetzung und damit Beseitigung dieser Hemmnisse erfolgt. Es geht hier schlicht und einfach um die Grundsicherung eines Teils der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die angesichts mancher Dramatik auch um ihren Grundbesitz bangen müssen.

Dass wir diese Aufgaben, die nicht in der Verantwortung der Stadt allein liegen, mit sogenannten §-4-Maßnahmen begleiten wollen, liegt auf der Hand und wird überall in der Lausitz praktiziert. Dennoch sind wir mit unseren Wünschen im Zusammenhang mit den sogenannten §-4-Maßnahmen im Rahmen der Verwaltungsabkommen zur Braunkohlensanierung vergleichsweise bescheiden aufgestellt gegenüber anderen Akteuren.

Bis 2020 haben wir hier eine Summe von 1,1 Millionen Euro veranschlagt, die mit 750.000 Euro Förderung untersetzt ist. Dabei geht es insbesondere um die Entstehung von sinnvollen Radwegen im Stadtgebiet und um die Umfeldgestaltung am Kuthteich, der sogenannten Grünen Mitte, und an den Biotürmen.

Darüber hinaus hat die Stadt erfolgreich um weitere Fördermittel gekämpft, die uns inzwischen auch zugesichert worden sind. Hier geht es zum einen um die Errichtung eines Besucherzentrums für unsere Touristen am Kunstgussmuseum mit einem Fördervolumen von 186.000 Euro und einem Gesamtaufwand von 270.000 Euro. Auch dafür ist die Realisierungsphase bereits eingeleitet worden. Wir befinden uns hier gegenwärtig in der Projektausschreibung.

Des Weiteren werden wir die Brücke am Hammergraben in unmittelbarer Nähe der Ortrander Straße erneuern und die Fenster in der Waldschule in Lauchhammer-Ost austauschen. Auch das wird mit 345.000 Euro Förderung des Landes begleitet. Der Gesamtaufwand für diese beiden Maßnahmen beläuft sich auf ca. 750.000 Euro.

Die Stadt Lauchhammer hat zur weiteren Entwicklung, insbesondere für das Stadtgebiet von Lauchhammer-Mitte, einen Antrag gestellt zur Aufnahme in das Programm „Soziale Stadt“.  Wir gehen davon aus, dass uns hier eine Bestätigung zur Programmaufnahme noch in diesem Jahr vom Land Brandenburg zugestellt wird.

Die vielfältigen Möglichkeiten, die dieses Programm bietet, wollen wir u. a. nutzen zur weiteren Modernisierung unserer Kitas in den Neustädten, für die Entwicklung eines Quartierplatzes für Jung und Alt in der Neustadt II. Auch dafür haben wir bereits unsere Eigenanteile im Haushalt geplant.

Meine Damen und Herren,

nicht alle Investitionen sind förderfähig und dennoch notwendig, um insgesamt der städtischen Entwicklung dort, wo es notwendig ist, genügend Rechnung zu tragen. Das erwarten Bürgerinnen und Bürger mit Recht. Eine große Herausforderung ist die komplexe Modernisierung unseres in die Jahre gekommenen Hallen-Freizeitbades in Lauchhammer-Mitte. Die Kosten für das in drei Bauabschnitte unterteilte Gesamtpaket belaufen sich auf  mehr als 1 Million Euro.  Diese Investition wird die Stadt allein, also ohne Fördermittel finanzieren. Wir sind mitten in der Realisierung und gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr die Maßnahmen komplett abschließen können.

Darüber hinaus sind eigenfinanzierte Maßnahmen im Bereich der Anliegerstraßen in Kleinleipisch und Kostebrau vorgesehen und in Teilen bereits realisiert.

Wir stellen Mittel für die investive Förderung unserer zahlreichen und sehr vielfältigen Vereine jährlich zur Verfügung und werden zum Thema Internet an unseren Schulen umfangreiche Modernisierungen und Verbesserungen umsetzen.

Auch hier ist nochmals ein Paket bis 2020 von 2,35 Millionen Euro geschnürt worden.

Meine Damen und Herren,

Sie sehen, dass wir tatsächlich, wie bereits von mir erwähnt, trotz vieler zu überwindender Schwierigkeiten und Probleme nie den Kopf in den Sand gesteckt haben. Das wird mit mir auch weiterhin nicht dazu kommen.

Ich denke, dass es sich in der Zwischenzeit herumgesprochen hat, dass in Lauchhammer Entwicklung stattfindet. Denn es ist erfreulicherweise festzustellen, dass wir trotz der hohen Altersstruktur und damit weiter zurückgehender Bevölkerung auch Zuzüge aus anderen Regionen oder Städten nach Lauchhammer zu verzeichnen haben. Allein im ersten Halbjahr dieses Jahres sind in den Stadt- bzw. den Ortsteilen insgesamt 200 Bewohner neu hinzugekommen.

Erfreulich ist auch festzustellen, dass es deutlich mehr Bürgerinnen und Bürger gibt, die Bauanträge stellen für die Errichtung von Einfamilienhäusern. Während wir in 2015 noch vier Neubauten hatten, waren es in 2016 schon neun. Der Erwerb von vorhandenen Häusern hat sich ebenfalls erfreulich entwickelt und hilft dabei, weitere Immobilien nicht verfallen zu lassen. 
Während 2015   100 Immobilien den oder die Besitzer wechselten, waren es 2016   113 und bis April 2017 schon 51. Damit ist nicht jede leerstehende Immobilie gerettet, aber wir dürfen feststellen, dass auch privat weiter investiert wird.

Apropos Investitionen . Auch die Wirtschaft investiert weiter in unserer Stadt.
In jüngster Zeit konnten wir einen weiteren Zuwachs an Industriearbeitsplätzen in  Lauchhammer verzeichnen. Wir haben mit der neuen Produktionslinie der Firma VESTAS hier einen deutlichen Zuwachs an Arbeitsplätzen zu verzeichnen und sprechen gegenwärtig von insgesamt ca. 1.700 Industriearbeitsplätzen in Lauchhammer.

Und das ist nicht alles. In wenigen Tagen wird eine innovative Produktionsanlage zur Herstellung eines ökologisch nachhaltigen Langzeitdüngers aus Schafwolle im Industriegebiet Lauchhammer-Ost in Betrieb genommen.

Lauchhammer entwickelt sich zur Glasfaserstadt.
Die jüngsten Ergebnisse einer Studie im Auftrag des Landkreises OSL belegen es eindeutig. Bereits 93,6 % der Haushalte in Lauchhammer können heute mit mehr als 50 Mbit/s ins Internet gehen. Möglich machen das die umfassenden Aktivitäten des regionalen Kabelnetzbetreibers LKG Lausitzer Kabelbetriebsgesellschaft mbH in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Energieversorger und der Stadt Lauchhammer in den letzten Jahren. In den Industriegebieten können Geschwindigkeiten bis 10 GBit/s angeboten werden.

Wir stehen im ständigen Kontakt zu den Unternehmen der Stadt Lauchhammer. Im Juli werden wir zum 17. Unternehmermeeting einladen – diesmal auf die Baustelle der LMBV an der Ortrander Straße. Die gleichbleibend gute Resonanz der Veranstaltung zeigt, dass großes Interesse unserer Unternehmen an der Entwicklung der Stadt Lauchhammer besteht.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

die Stadt Lauchhammer wird sich in den nächsten Jahren weiter verändern. Die Herausforderungen in jeglicher Hinsicht werden bleiben. Dennoch hat die Stadt eine Perspektive und wird im Verbund mit den Städten des Regionalen Wachstumskerns und dem sich weiter entwickelnden Lausitzer Seenland einen festen Platz einnehmen. Dass die Stadt die Aufgaben nur mit Unterstützung von außen bewältigen und meistern kann, ist dabei jedem klar.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle besonders dem Land Brandenburg, aber auch dem Bund für ihre in den letzten Jahren deutlich erhöhte aktive Unterstützung der Stadt danken.

Danken möchte ich aber auch trotz mancher Kritik der LMBV.

Danken möchte ich auch der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Lauchhammer, die mir bisher ihre Unterstützung und Hilfe bei notwendigen Entscheidungen haben zuteilwerden lassen.

Ein großer Dank gilt allen Akteuren, die sich in Vereinen, Interessengruppen und auch anderweitig ehrenamtlich betätigen.

Mein Dank gilt den Unternehmerinnen und Unternehmern der Stadt Lauchhammer.

Danken möchte ich aber auch allen Bürgerinnen und Bürgern, die Verständnis dafür aufbringen, dass nicht immer alles über Nacht regelbar ist, und  manch zusätzliche Belastung, die  insbesondere auch Baustellen in der Stadt mit sich bringen, akzeptieren und geduldig ertragen.

Deshalb, meine sehr geehrten Damen und Herren, darf auch gelegentlich gefeiert werden. Das wollen wir heute und in den nächsten Tagen bei unserem dritten Stadtfest tun.

Damit ein solches Stadtfest gelingt, muss es auf breite Schultern gestellt werden. Deshalb mein besonderer Dank an alle Unterstützer, die Vereine und insbesondere auch an die Sponsoren. Gleichzeitig bedanke ich mich auch beim verantwortlichen Veranstalter,  der Firma POP-Projekt, Herrn Ronald Hänzka, und seinen Mitwirkenden. Ich bedanke mich bei den Schaustellern und nicht zuletzt bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauhofes und der Stadtverwaltung, beim DRK, dem Sicherheitsdienst, der Polizei und all den Akteuren, die im Hintergrund zum Gelingen des Festes beigetragen haben.

Freuen Sie sich mit mir auf ein buntes und spannendes Programm zum Stadtfest.


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