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Lauchhammer-Ost (ehemals Naundorf)

Auskunft über die Geschichte unseres Landstriches kann man aus der "Pfarrchronik", die Pfarrer Hasse um 1790 schrieb, holen. Vor dieser Zeit war von Lauchhammer kaum eine Rede. Weltliche wie kirchliche Zentren waren Bockwitz (Lauchhammer-Mitte) und Mückenberg (Lauchhammer-West). Erst als die Freifrau von Löwendahl im Jahre 1725 im heutigen Terrain von Lauchhammer-Ost das gefundene Raseneisenerz hier zur Schmelze bringen ließ, erwachte das Land. Das ehemalige Naundorf hat heute 3.027 Einwohner (Stand 10.05.2017).

 

 

Das Wort "Lauch" bedeutet im Sprachgebrauch der Bewohner "Sumpfgebiet, Sumpfwiese, Heideweiher". Die ungebändigte Schwarze Elster schob ihr Wasser durch das Land, warf zweimal im Jahr ihre Hochflut empor, die reichen Fischfang und tückisches Sumpffieber brachte. Die ersten hiesigen Arbeiter nannte man Schmelzer. Ihre Behausungen in der weglosen Einöde trugen den Charakter einer Kolonie. Allmählich brachten die gezähmten Wasserfliese und die mächtigen Holzkohlenfeuer eine neue Kultur in dieses Markmeißnische Land. Preußen begann aufzuhorchen, und Kursachsen war natürlich stolz. Immer begehrter wurden die Erzeugnisse des Werkes aus seinen Hammerhütten. Plötzlich war er da - der Name LAUCHHAMMER und die sorbisch-wendische Sprache verlor sich mit dem Zuwachs an Neuankömmlingen.

 

Der Südteil vom heutigen Lauchhammer-Ost (Naundorf) wird 1418 mit "Nawendorf" ersterwähnt und bedeutet "Neues Dorf". Sorbisch wurde es "Wjesko" genannt. 1914 hatte es 2128 Einwohner. Das erwachende "Alt"- Lauchhammer hatte zur gleichen Zeit nur 843. So sehr das Hauptgeschick von Lauchhammer ausschließlich vom Bestand des Werkes geprägt war, ist doch dessen Existenz auf den Besitzgütern derer von Einsiedel und der Lauchhammer Aktiengesellschaft gewachsen und dies zum allergrößten Teil auf den Flächen von Naundorf. Bis 1857 war das Dorf nach Bockwitz eingeschult. Von da ab benutzte man eine eigene Schule, der 1900 und 1910 weitere folgten.

 

 

Bianka Schnabel / Andreas Siegl
Lauchhammer

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